Die Entstehung der Gebirge

Die Flut bedeckte sie wie ein Kleid, / das Wasser stand über den Bergen. Vor deiner Zurechtweisung musste es fliehen, / deine Donnerstimme trieb es fort. Da schoben sich die Berge auf und die Täler senkten sich / an den Ort, den du ihnen bestimmt hast. Du hast dem Wasser Grenzen gesetzt, die es nicht überschreitet. / Nicht noch einmal bedeckt es die Erde. (Psalm 104, 6-9; NeÜ)

Heute schauen wir uns die Entstehung der Gebirge an und wie sich die Landschaft während der Sintflut noch verändert hat.

Denn wenn wir uns mit der Entstehung der Gebirge beschäftigen, dann müssen wir uns auch mit der biblischen Sintflut beschäftigen und müssen folgende Fragen beantworten:

Waren die Berge, wie wir sie kennen, immer schon so hoch? Stand das Wasser bei der weltweiten Sintflut zur Zeit Noahs über dem höchsten Berg dieser Erde, dem Mount Everest, der 8848 Meter hoch ist? Wohin ist das ganze Wasser geflossen?

Dieser Beitrag enthält folgende 5 Teile:

    • Einfache Erläuterung
    • Gebirgsbildung detaillierter erklärt
    • Beispielbilder von Gebirgsauffaltung
    • Psalm 104 aus theologisch-wissenschaftlicher Sicht
    • Links und Hinweise auf weitere Artikel, die das Thema noch ausführlicher behandeln, sowie ein Videovortrag von Dr. Markus Blietz – Vulkanismus und die katastrophische Vergangenheit der Erde.

 

Teil 1: Einfache Erläuterung

Was bisher geschah:

Noah, seine Familie und die Tiere waren in die Arche gegangen (1.Mose 7,7-9). Nach sieben Tagen strömte ununterbrochen der Regen wolkenbruchartig 40 Tage und Nächte. Gleichzeitig gab es Aufbrüche in der Erdkruste und unterirdisches Wasser schoss hervor (1.Mose 7,11-12).

150 Tage lang überschwemmte dann das Wasser die Erde, so dass auch der damals höchste Berg mit etwa 7 Metern bedeckt wurde (1.Mose 7,19-20+24).

Das ist eine Menge Wasser. Heutzutage wissen wir, dass 71 Prozent der Erdoberfläche aus Wasser bestehen. Und wenn die Erde glatt wäre, so könnte man diese mit einer 2,5 Kilometer dicken Wasserschicht bedecken.

Quelle: Welkugel von: mllerbn, Pixabay.com

Also musste das Wasser ja wieder irgendwohin, wenn die Erde wieder bewohnt werden sollte. Jetzt kommen aus dem obigen Bibeltext das Heben der Berge und das Senken der Täler ins Spiel.

Denn die hohen Gebirge, wie wir sie heute kennen, gab es vor der Sintflut nicht. Erst  am Ende der Sintflut hin entstanden die hohen Gebirge wie z.B. die Alpen, die südamerikanischen Anden oder der bereits erwähnte Mount Everest im Himalaya Gebirge.

Wie wir bereits in einem anderen Beitrag über Fossilien gesehen haben, wurden auch auf den höchsten Bergen Fossilien gefunden. Diese Tiere, die durch eine Katastrophe eingeschlossen wurden (siehe Beitrag hier), die wurden nun bei der Bildung der Berge mit in die Höhe gehoben.

Während sich also die Berge bildeten, senkten sich die Täler. Welche Täler sind gemeint?

Wenn wir uns den Meeresboden anschauen, hier dargestellt im Kieler Weltrelief, dann sehen wir dort riesige, tiefe Täler.

Quelle: www.euroscience.de

 

Und wir können uns gut vorstellen, wie unser Schöpfergott für das viele Wasser Platz geschaffen hat.

Die dunkelblauen Stellen sind an die etwa 5200 bis 6100 Meter tief und die hellblauen Stellen etwa 2200 Meter. Dagegen erscheinen die Nord- und die Ostsee, sowie andere Bereiche, die mit heller Farbe dargestellt werden, mit ihren etwa 237 Metern als flach.

 

Teil 2: Gebirgsbildung detaillierter erklärt

Zunächst müssen wir wissen, wie ganz grob die Erde aufgebaut ist. Als erstes haben wir

– die dünne Erdkruste (1), dann
– den Erdmantel (2) (ist im oberen Teil zähflüssig).
– darunter den äußeren Kern (6/3a) (besteht aus flüssigem Metall) und
– den inneren Kern (7/3b) (fest und hart).

Quelle: Anasofiapaixao | Public Domain Mark 1.0

Die Lithosphäre (4) besteht aus der Erdkruste auf der wir wohnen und dem oberen Erdmantel. Bei der Erdkruste wird die dünne Erdkruste des Ozeans unterschieden, sowie die viel dickere Kruste der Kontinente.

Die Erdkruste ist in verschiedene bewegliche Platten eingeteilt. Diese Platten können auf dem zähflüssigen Mantel der Asthenosphäre (5) wie Eisberge im Meer schwimmen. Dadurch waren das Heben der Berge und die Kontinentalverschiebung möglich.

 

Es gibt 3 Arten der Gebirgsbildung: Die Kollision von Kontinentalblöcken, die Subduktion von ozeanischen Platten und durch Obduktion von ozeanischen Platten.

Das Zusammentreffen (Kollision) von Kontinentalblöcken

Quelle: Gretarsson, CC0, via Wikimedia Commons

Hier stoßen zwei kontinentale Platten (im Bild kontinentale Kruste genannt) aufeinander. Und da wo sie aufeinander treffen, bildet sich darüber das Faltengebirge. Auf diese Weise entstehen Gebirgsketten. Also nicht nur ein Berg, sondern viele Berge.

Solche Gebirgsketten sind die Alpen und der Himalaya.

 

Das Untertauchen (Subduktion) von ozeanischen Platten

Quelle: MagentaGreen | CC BY-SA 3.0 Unported

Treffen eine kontinentale Platte und eine ozeanische Platte aufeinander, so taucht die ozeanische Platte ab, weil diese schwerer ist. In diesem Bereich treten sehr häufig Erdbeben und Vulkane auf.

Diese Art der Gebirgskettenbildung finden wir bei den südamerikanischen Anden, bei dem nordamerikanischen Kaskadengebirge und den japanischen Inseln.

Bei den Anden und den Kaskaden fällt auf, dass diese nicht nur am Rand eines Kontinentes liegen, sondern das es daneben ziemlich steil in den Ozean hinunter geht. So als wären sie von der Ozeanseite her aufgeschoben worden um Platz zu schaffen.

Es können auch zwei ozeanische Platten aufeinander treffen. Dabei bildet sich eine tiefe Rinne im Meeresboden die auch Tiefseerinne genannt wird.

Die bekannteste Tiefseerinne ist der Marianengraben. Sie liegt im Pazifischen Ozean und ist 11.035 Meter tief.

 

Teil 3: Beispielbilder von Gebirgsauffaltung

Quelle: Woudloper, CC BY-SA 1.0

 

Quelle: Dieter Mueller (dino1948), CC-BY-SA-3.0-migrated

 

Quelle: pixabay.com/de/users/suju-foto-165106/

 

Quelle: pixabay.com/de/users/hans-2/

 

Quelle: pixabay.com/de/users/simon-3

 

Teil 4: Psalm 104 aus theologisch-wissenschaftlicher Sicht (Übersetzung Schlachter 2000)

Die Schöpfung
1 Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr groß; mit Pracht und Majestät bist du bekleidet, 2 du, der sich in Licht hüllt wie in ein Gewand, der den Himmel ausspannt wie eine Zeltbahn, 3 der sich seine Obergemächer zimmert in den Wassern, der Wolken zu seinem Wagen macht und einherfährt auf den Flügeln des Windes, 4 der seine Engel zu Winden macht, seine Diener zu Feuerflammen. 5 Er hat die Erde auf ihre Grundfesten gegründet, dass sie nicht wankt für immer und ewig.

Das Licht aus Vers 2a nimmt Bezug auf 1. Mose 1,3; der Himmel aus 2b auf 1. Mose 1,8 und Vers 5 auf 1. Mose 1,10.

Die Sintflut
6 Mit der Flut decktest du sie wie mit einem Kleid; die Wasser standen über den Bergen; 7 aber vor deinem Schelten flohen sie, vor deiner Donnerstimme suchten sie ängstlich das Weite.
8 Die Berge stiegen empor, die Täler senkten sich zu dem Ort, den du ihnen gesetzt hast.
9 Du hast [den Wassern] eine Grenze gesetzt, die sie nicht überschreiten sollen; sie dürfen die Erde nicht wiederum bedecken.

Vers 6: siehe 1Mo 7,19 Ja, die Wasser nahmen so sehr überhand, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden;

Zu Vers 7: Das Wort “Schelten” (hebr. gearah. 1606) hat seinen Ursprung in dem hebräischen Wort “gaar” und kommt z.B. in Jes 54,9 vor:  Und das soll mir sein wie die Wasser Noahs: denn wie ich geschworen habe, dass die Wasser Noahs nie mehr die Erde überfluten sollen, so habe ich geschworen, dass ich nie mehr über dich zornig werden noch dich schelten (hebr. gaar. 1605) werde.

“Schelten” passt nicht zur Schöpfung, denn “Schelten” hat mit Gericht zu tun. Der Geist Gottes schwebte hingegen wie eine Glucke über den Wassern, beschützte sie also, anstatt sie zu bedrohen.

Zu Vers 8: Hier haben wir die Auffaltung der Gebirge in der Sintflut. Denn im Schöpfungsbericht (1. Mose 1,1-31) ist mit keinem Wort von Bergen die Rede, die von Wassern bedeckt waren. Davon lesen wir nur im Sintflutbericht (1. Mose 7,19-20; 1. Mose 8,5).

Zu Vers 9: Gott hatte versprochen nie wieder eine Sintflut über die Erde kommen zu lassen (1. Mose 9,11; Jesaja 54,9).

Die Welt nach der Sintflut
10 Du lässt Quellen entspringen in den Tälern; sie fließen zwischen den Bergen hin; 11 sie tränken alle Tiere des Feldes; die Wildesel löschen ihren Durst.
12 Über ihnen wohnen die Vögel des Himmels; die lassen aus den Zweigen ihre Stimme erschallen.
13 Du tränkst die Berge aus deinen Obergemächern; von der Frucht deiner Werke wird die Erde satt.
14 Du lässt Gras wachsen für das Vieh und Pflanzen, dass sie dem Menschen dienen, damit er Nahrung hervorbringe aus der Erde; 15 und damit der Wein das Herz des Menschen erfreue, und das Angesicht glänzend werde vom Öl, und damit Brot das Herz des Menschen stärke.
16 Die Bäume des HERRN trinken sich satt, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat, 17 wo die Vögel ihre Nester bauen und der Storch, der die Zypressen bewohnt.
18 Die hohen Berge sind für die Steinböcke, die Felsen sind eine Zuflucht für die Klippdachse.
19 Er hat den Mond gemacht zur Bestimmung der Zeiten; die Sonne weiß ihren Untergang.
20 Schaffst du Finsternis, und wird es Nacht, so regen sich alle Tiere des Waldes.
21 Die jungen Löwen brüllen nach Raub und suchen ihre Nahrung von Gott.
22 Geht die Sonne auf, so ziehen sie sich zurück und legen sich in ihre Verstecke; 23 der Mensch aber geht hinaus an sein Tagewerk, an seine Arbeit bis zum Abend.
24 HERR, wie sind deine Werke so viele! Du hast sie alle in Weisheit gemacht, und die Erde ist erfüllt von deinem Besitz.
25 Da ist das Meer, so groß und weit ausgedehnt; darin wimmelt es ohne Zahl von Tieren klein und groß; 26 da fahren die Schiffe, der Leviathan, den du gemacht hast, dass er sich darin tummle.
27 Sie alle warten auf dich, dass du ihnen ihre Speise gibst zu seiner Zeit.
28 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt; 29 verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du ihren Odem weg, so vergehen sie und werden wieder zu Staub; 30 sendest du deinen Odem aus, so werden sie erschaffen, und du erneuerst die Gestalt der Erde.
31 Die Herrlichkeit des HERRN wird ewig währen; der HERR wird sich an seinen Werken freuen!
32 Blickt er die Erde an, so zittert sie; rührt er die Berge an, so rauchen sie.
33 Ich will dem HERRN singen mein Leben lang, meinem Gott lobsingen, solange ich bin.
34 Möge mein Nachsinnen ihm wohlgefallen! Ich freue mich an dem HERRN.
35 Die Sünder sollen von der Erde vertilgt werden und die Gottlosen nicht mehr sein! Lobe den HERRN, meine Seele! Hallelujah!

Folgende Begriffe zeigen das hier eine Welt nach dem Sündenfall und der Sintflut beschrieben wird und nicht direkt nach dem Schöpfungsakt:

Vers 16: Zedern des Libanon.
Vers 21: Die jungen Löwen brüllen nach Raub und suchen ihre Nahrung von Gott.
Vers 29: so vergehen sie und werden wieder zu Staub
Vers 35: Die Sünder

 

Teil 5: Ein Videovortrag, sowie Links und Verweise auf weitere Artikel

Dr. Markus Blietz – Vulkanismus und die katastrophische Vergangenheit der Erde

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https://answersingenesis.org/the-flood/volcanoes-mountains-earthquakes-before-flood/

https://studyflix.de/erdkunde/lithosphare-3587

 

 

Einen herzlichen Dank für die fachliche Unterstützung an Dr.rer.nat. Markus Blietz, www.janash.org

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